GRAZIELLA BAERTSCH
Kunstzmittag in der Frieda
Die Räume des Kirchgemeindehauses erlauben uns einen Austausch in kühlerem Rahmen als anderswo möglich. Eine erste Hitzewelle hat uns grad im Griff.
Einmal mehr beschäftigt uns die Frage, wie wir ins Gestalten und Handeln kommen. Vijitha bringt ein Aquarell mit und damit auch gleiche ein Idee, was helfen könnte, etwas aufs Papier zu bekommen: Ansprüche und Konzepte loslassen, kleine Zeiträume nutzen, um etwas Kleines umzusetzen. Das hält einen im Machen drin.

Was uns nicht selten abhält, von der Umsetzung einer Idee oder eines Vorhabens ist die Schwierigkeit, aus allen Möglichkeiten eine wählen zu müssen. Eigene oder fremde Ansprüche an die eigene Arbeit mit dem zu verbinden, was uns an technischen Vorlagen oder eigener Expertise zur Verfügung steht.
Annette möchte mehr mit Kund*innen in Verbindung treten. Aber die Frage: Wie und wo verteile ich meine Daten in der Welt? Wem möchte ich etwas zeigen? Was bezwecke ich damit? Der Austausch hilft, ein paar Fragen zu beantworten und zeigt: Mal Loslaufen und im Entstehen weitere Entscheidungen treffen. Annette verweist zusätzlich auf die spannende Website: kleio.com
Immer wieder stellt sich auch die Frage, wieviel Raum kann oder soll ich mir denn nehmen? In den geteilten Coworking-Räumen bewegen sich viele Menschen mit unterschiedlichen Ansprüchen an die Räume. Damaris wird ihre Japanbilder aus dem Treppenhaus an die Küchenwand hängen. Wieviele davon in welcher Anordnung ist noch offen. Aber auch hier: Mal tun und dann überprüfen und Feedback einholen. Anpassen ist ja meist möglich.
Die Räumlichkeiten sind nicht nur kühl, der offene Raum bietet uns auch eine interessante Geräuschkulisse. Augen geschlossen, Stift in der Hand entstehen Spuren von Gehörtem. Eine schöne Möglichkeit als Abschluss ganz im Jetzt anzukommen.

KUNST IM COWORKING